Auf eigene Faust durch Ostbelgien streifen

Insgesamt 15 Denkmäler öffnen Ihnen Ihre Türen. Die reichhaltige Auswahl reicht von einem Kino über Herrenhäuser bis hin zu Kirchen und Museen.

Amel, Landwirtschaftsmuseum

Butterherstellung wie vor 100 Jahren - Landwirtschaftsmuseum

Das Landwirtschaftsmuseum Mirfelderbusch öffnet seine Pforten und veranstaltet eine Animation zum Thema „Butterherstellung damals“. Selbst Buttern und Probieren ist dabei selbstverständlich erlaubt.

Die Butterherstellung in der Gemeinde Amel hat eine lange Tradition. Einst führte der Ameler Butterpastor Peter Cremer das innovative Kaltrahmverfahren ein und rief Ende des 19. Jahrhunderts sogar einen genossenschaftlichen Butterversand ins Leben.

Gemütlich bei Kaffee und Kuchen zu verweilen, ist ebenfalls möglich.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Mirfelder Busch 2 A, Mirfeld

Animation

Die Ehrenamtlichen des Vereins zeigen im Museum, wie Butter früher hergestellt wurde.

  • 10. + 11. September
  • 11 + 17 Uhr
  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Thommen, Kirche St. Remaklus

Kirche St. Remaklus Thommen

Diese für die Region typisch weiß verputzte Kirche thront inmitten des Dorfkerns von Thommen, eingerahmt von Hofanlagen. Besonders beeindruckend ist der massive Westturm, woran sich das gotische Langhaus anschließt. Dieses wurde wohl laut einer Inschrift 1890 erneuert. Weitere Umbauarbeiten erfolgten im 20. Jahrhundert. Vom Anfang des 16. Jahrhunderts stammen einige schöne Architekturelemente im Innenraum der Kirche.

  • Öffnungszeiten: 10. September von 10 – 18 Uhr, 11. September von 12 – 18 Uhr
  • Adresse: Remaklusstraße, Thommen

Führung

Klaus-Dieter Klauser erzählt die Geschichte der Kirche und zeigt architektonische Details.

  • 10. September
  • 11 + 15 Uhr (45 Min.)
  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Burg-Reuland, Haus Von-Orley-Straße 43

Haus Von-Orley-Strasse 42

Dieses verputzte Bruchsteinhaus wurde 1902 für den Färber und Wollhändler Wilhelm Kloss erbaut. Die dekorativen Elemente der terrakotta- und weißfarbigen Vorderfassade fallen besonders ins Auge. Es sind typische Elemente des Jugendstils:

  • Frauen- und Männermasken
  • Girlanden und Pflanzenmotive

Diese neue Kunstrichtung bricht mit den damaligen erstarrten Formen des Historismus und schöpft ihre Inspiration aus den Formen der Natur.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Von-Orley-Straße 43, Burg-Reuland

Eupen, Friedenskirche

Turm der Friedenskirche

Die Kirche wurde für die evangelische Gemeinde zwischen 1851 und 1855 im neugotischen Stil errichtet. Über dem Eingang befindet sich ein hoher Glockenturm mit quadratischem Grundriss, der einen besonderen Turmhelm aus Zink trägt. Der Turm wurde 2012 stabilisiert. Dabei wurde der Zinkaufsatz vollständig nachgebaut und einige steinerne Fialen durch Zinkfialen ersetzt.

Sie haben die Gelegenheit, einen Blick in das Innenleben der pneumatischen Orgel aus dem Jahr 1907 zu werfen und nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg in den Turm auf das Gewölbe der Kirche zu schauen.

  • Öffnungszeiten: 10. September von 10 – 18 Uhr, 11. September von 12 – 18 Uhr
  • Adresse: Klötzerbahn, Eupen

Führungen, Orgelkonzert und Tanzperformance

Führungen bietet Alfred Minke an.

  • 10. September um 11 + 15 Uhr
  • 11. September um 13 Uhr (FR) + 14 Uhr
  • Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich.

Johannes Fleu gibt ein Orgelkonzert.

  • 10. September
  • 11.45 + 15.45 Uhr

Die Kompagnie Irene K. führt eine Tanzperformance auf.

  • 11. September um 11.45 Uhr
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Solo Performance, begleitet von Livemusik (1 Sänger + Djembe)

Der Tanz handelt um Erinnerung und Abwesenheit. Dinge und Personen sind nicht mehr da – der Raum ist leer.

Eupen, Handweben im Haus Kirchstraße 17-23

Webstuhl

Hinter einem Haus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit seitlichem Hofeingang befindet sich eine Anlage verschiedener Wohnblöcke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, überwiegend aus Fachwerk. Die Gebäude gehen ineinander über und verschmelzen zu einem Komplex, der sich um zwei Innenhöfe bildet.

Das Handweben hat an diesem Ort durch die VoG Atelier Kunst & Bühne eine lange Tradition und knüpft an die Eupener Tuchmachervergangenheit an. Einige Webstühle wurden in den letzten Jahren in Stand gesetzt, so dass sie wieder genutzt werden können. Erfahren Sie Interessantes über das Handweben und probieren Sie es selbst aus! Atelier Kunst & Bühne lädt am Wochenende auch zum „Tag der offenen Tür“ ein.

Mehr zu den historischen Hintergründen der „Feinen Tuchmanufaktur“ und zum Handwerk der Tuchmacher, Weber, Färber und Tuchveredler zeigt die Dauerausstellung des Stadtmuseums Eupen.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Kirchstraße 17, Eupen
  • Ausstellung: Werke von Leonie Kirschfink + Céline Vahsen (Textilkünstlerinnen)

Führungen

Auf dem Programm stehen Führungen zum Handweben und zu den Arbeitsschritten.

  • 10. + 11. September
  • 11 + 15 Uhr
  • Eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Sie können sich bis spätestens zum 9. September 12.00 Uhr anmelden unter der Nummer 087/596 357 oder kulturerbe@dgov.be oder über das Online-Formular.

Eupen, Stadtmuseum

Stadtmuseum Eupen

Um das Stadtmuseum zu erweitern und neu auszurichten, wagte man zu Beginn der 2010er Jahre eine Symbiose aus altem Kaufmannshaus und kubischem Neubau. Möglichst respektvoll lehnte man die begrünte, leicht rückversetzte Fassade an die historische Giebelfront. Wie eine organische Verbindung steht sie zwischen zwei Traditionsbauten, die seit Jahrhunderten das Stadtzentrum prägen.

Auch im Innenraum sind die Gebäude zueinander geöffnet und schaffen ein kontrastreiches Raumerlebnis. Entdecken Sie interessante Bauspuren, eine interaktive Dauerausstellung und eine Sonderausstellung zu historischen Vereinsfahnen.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 13 – 18 Uhr
  • Adresse: Stadtmuseum Eupen, Gosperstraße 52-54, Eupen

Eupen, Verwaltungsgebäude Textilfabrik Peters

Verwaltungsgebäude

Dieser dreigeschossige Verwaltungstrakt der ehemaligen Tuchfabrik Peters ist ein eindrucksvoller und qualitätsvoller Vertreter für einen mächtigen Verwaltungsbau aus dem 19. Jahrhundert. Es ist ein Ziegelbau mit sieben Achsen, der durch Mauerwerkslisenen gut gegliedert wird.

Zugänglich ist die Wohnung im ersten Geschoss. Sie ist ein sehenswertes Beispiel für die innovative Nutzung eines historischen Bestandes.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Langesthal 5, Eupen

Kettenis, Waldenburghaus

Waldenburghaus

Das Waldenburghaus, auch Schloss Merols genannt, ist eine Anlage bestehend aus einem Herrenhaus und einer dreiflügeligen Wirtschaftsanlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die noch eine architektonische Einheit bildet.

Bei einem Besuch der weitläufigen Außenanlagen können besondere Details entdeckt werden, wie

  • etwa an den Wirtschafsgebäuden das Eingangsportal mit Wagenschuppen
  • die beiden Wohntrakte mit den wappenverzierten Eingängen
  • am Herrenhaus der beidseitige Treppenaufgang
  • die bruchsteinerne Brücke zwischen den Gebäudeanlagen
  • die Zugangsbrücke mit den Blausteinpfeilern
  • die Skulpturenpodeste
  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Hochstraße 265 + 267/269, Eupen

Kettenis, Philippenhaus

Anstelle des großen Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert stand hier früher eine Wasserburg, deren Wassergraben zum Teil noch erhalten ist. Der Kaufmann Philipp zu Aachen kaufte das Herrenhaus im 19. Jahrhundert und änderte den Namen in Philippenhaus.

Das Gebäude ist zweigeschossig, aus Ziegeln, mit einer Freitreppe und einem schlicht dekorierten Eingang. Im ersten Geschoss gibt es einen originellen schrankartigen Hausaltar aus der Erbauungszeit. Im Inneren sind Treppenaufgang, Schrankaltar und restaurierter Dachstuhl zugänglich.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Hochstraße 272, Eupen

 

Nispert, Haus Couvenplatz 1

Haus Couvenplatz1

Das aus Wohnhaus und Nebengebäuden, Gartenanlage und Kapelle geformte Ensemble aus dem 18. Jahrhundert wird dem bekannten Aachener Architekten Couven zugeschrieben. Die bemerkenswerte Anlage erstaunt nicht allein durch die erhaltene Bausubstanz und in drei Ebenen angelegten Garten, sondern auch durch sein besonderes Interieur. Dieses kann in Führungen durch die Eigentümer entdeckt werden.

Die Rokoko-Kapelle am Couvenplatz ist ebenfalls für die Besucher geöffnet. Die Kapelle ist von 10-18 Uhr zugänglich.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 13 – 18 Uhr (Zugang nur mit Führung)
  • Adresse: Couvenplatz 1, Eupen

Führung

Der Zugang zum Wohnhaus ist nur mit einer Führung möglich.

  • 10. + 11. September
  • 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr

Kelmis, Museum Vieille Montagne

Dach des Museums Vielle Montagne

Zink war den Metallurgen jahrhundertelang unbekannt. Erst nachdem Dony um 1809 den so genannten "belgischen" oder "Lütticher" Ofen erfand, boomte aufgrund der reichen Kelmiser Bodenschätze die Zinkindustrie in unseren Regionen. Gleichzeitig setzten sich die graublauen Farbtöne dieses neuen Metalls im Alltag und in der Architektur durch.

Die Innovationen, die das industrielle Abenteuer des Marktführers S.A. Vieille-Montagne prägten, haben auch am Standort des heutigen Museums ihre Spuren hinterlassen. Das Jugendstilgebäude, das ehemalige Verwaltungsgebäude der Vieille Montagne, zeugt noch immer von der Größe des Unternehmens. Das Dach wurde unter Anwendung der im 19. Jahrhundert entwickelten Dachdeckertechniken restauriert.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10 – 18 Uhr
  • Adresse: Museum Vieille Montagne, Lütticher Straße 278, Kelmis

Thematische Führungen „Zu den Ursprüngen der Zinkindustrie“

Die Museumsleiterin Céline Ruess führt durchs Museum. Der Zugang zur Sonderausstellung ist kostenlos.

  • 10. September um 10.30 Uhr (FR) + 14 Uhr
  • 11. September um 10.30 Uhr + 14 Uhr (FR)

Ausnahmsweise bietet die Führung Zugang zum Dachboden, um den denkmalgeschützten Dachstuhl zu entdecken. Der Dachboden ist nicht zugänglich für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Raeren, Keramikmarkt + Burg: Innovative Keramikkunst

Keramikmarkt Töpfereimuseum Raeren

Das Töpfereimuseum organisiert den 27. Euregio-Keramikmarkt. Dort können Sie moderne Keramikkunst von etwa 70 professionellen Keramikern aus ganz Europa bestaunen und erwerben. Vom handwerklich erzeugten Gebrauchsgeschirr in Kleinserien über Unikate, Schmuck, Gartenkeramik, Plastiken und Skulpturen bis hin zu abstrakten Kompositionen ist alles zu finden.

Innovativ ist auch der digitale Zugang zum Museum, über das Projekt „Behind the Museum“. Sie können das Museum in einem virtuellen Rundgang von Zuhause aus entdecken.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 10– 18 Uhr
  • Adresse: Töpfereimuseum Raeren, Burgstraße 103, Raeren

St. Vith, Kino Corso

Kino Corso

Emma Pip und ihre Töchter ließen anstelle ihres im Jahr 1944 durch den Krieg zerstörten Hotels und Restaurants ein Kinogebäude errichten und betrieben dieses ab 1947.

Zu Beginn steht allein die rechte Gebäudehälfte als Kinoeingang mit zwei Wohnungen in den Geschossen, worauf zwei Jahre später der linke Gebäudeteil mit Restaurant und ebenfalls Wohnungen in den Geschossen folgt. Zu dieser Zeit erhalten die Fassaden auch ihr heutiges Aussehen, bestehend aus Putz und Ziegelsteinen. Die Innenraumgestaltung des Kinofoyers ist noch größtenteils erhalten:

  • Kassenvorrichtung
  • Treppenaufgang
  • Deckenlampen
  • Öffnungszeiten:
    • 10. September von 10 – 18 Uhr

    • 11. September von 10 - 17 Uhr

  • Adresse: Bahnhofsstraße 14, St. Vith

Kinoprogramm

Der 10-minütige Film "St. Vither Neustadt: Ein Provisorium bietet Heimat" zeigt Zeitzeugenberichte zum Aufbau der Notunterkünfte und dem Leben in der Neustadt.

Der Film läuft in Schleife und ist die Ergänzung zur gleichnamigen Ausstellung im Museum ZVS.

  • 10. September von 10 – 18 Uhr
  • 11. September von 10 - 17 Uhr

St. Vith, Kirche St. Vitus

Kirche St. Vitus

Die monumentale Kirche nimmt ihren Platz im Zentrum St. Viths ein. Sie ist ein wahrhaftiges Zeichen des Wiederaufbaus nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.

Erbaut im Jahr 1954, verwenden die beiden Brüsseler Architekten J. Gilson und E. Berlaimont die für diese Zeit typische Architektursprache mit viel christlicher Symbolik. Ausgestattet mit Werken des Künstlers Z. Dobrzycki wird dem Raum durch die Geometrie der Deckenbalken aus Stahlbeton eine ruhige, schlichte Atmosphäre verliehen.

  • Öffnungszeiten: 10. + 11. September von 12 – 18 Uhr
  • Adresse: Kirchstraße 36, St. Vith

Führungen

Pfarrer Claude Theis zeigt die Kirche.

  • 10. + 11. September
  • 13 Uhr